« Ohne Textilien fehlt dem Raum die Seele »
Textilien sind die leisen Erzähler eines Raums – sie dämpfen, wärmen, verbinden und verleihen selbst der klarsten Architektur eine spürbare Seele. Für Atakan und Asya Celik beginnt diese Qualität weit vor dem fertigen Produkt: im Ursprung der Faser, im Wissen der Weber:innen, in Geschichten, die sich in jedes Gewebe einschreiben.



In Architektur und Interior Design werden Textilien oft unterschätzt. Warum sind sie für die Atmosphäre eines Raums so entscheidend? Welche Rolle spielen textile Objekte in einer Zeit, in der viele Innenräume sehr reduziert und puristisch gestaltet sind?
Weil sie oft das sind, was man unbewusst wahrnimmt: Ein Raum kann architektonisch geradezu perfekt sein – doch ohne Textilien fehlt ihm die Seele. Sie verbinden alles miteinander, nehmen Schärfe heraus, schaffen fliessende Übergänge und machen Räume erst wirklich bewohnbar. Auch wir als Paar lieben reduzierte Architektur. Stellen wir uns ein Neubau-Wohnzimmer vor: grosse bodentiefe Fenster mit Sicht in die Natur, Estrich- oder Parkettboden, eine Couch mittig im Raum, ein kleiner Couchtisch dazu. Sehr strukturiert, sehr distanziert: Die Einladung zur Gemütlichkeit macht da unsere knallig farbige Merinodecke, die im üppigen Mass über der Couch liegt. Sie bricht die Struktur, sie wickelt uns im wahrsten Sinne des Wortes ein und schafft Raum für mehr: Mehr Stimmung, mehr Geselligkeit, mehr Leben.
Das ganze Interview lesen Sie in der Ausgabe 02-2026 von traumhaus. Hier bestellen.




