Kunst, die bleibt

Zur 9. Triennale der Photographie Hamburg 2026 präsentieren WhiteWall und die Deichtorhallen Hamburg eine limitierte Edition der Künstlerin und Filmemacherin Jasmina Cibic. Die Zusammenarbeit verbindet zeitgenössische Kunst, politische Bildsprache und hochwertige fotografische Produktion.

Seit 1999 gilt die Triennale der Photographie Hamburg als wichtiger Treffpunkt für Fotografie als gesellschaftlich relevante Kunstform. Die 9. Ausgabe findet vom 5. Juni bis 22. September 2026 statt und steht unter dem kuratorischen Leitprinzip «Alliance, Infinity, Love – in the Face of the Other», entwickelt vom künstlerischen Leiter Mark Sealy. Im Zentrum stehen Verbundenheit, Verantwortung gegenüber dem Anderen und die transformative Kraft der Fotografie.

WhiteWall begleitet die Deichtorhallen Hamburg bereits seit sechs Jahren als Produktionspartner. Im Rahmen der Triennale produziert das Unternehmen einen wesentlichen Teil der Werke für die Ausstellungen in den Häusern der Deichtorhallen – darunter die Halle für aktuelle Kunst, die Sammlung Falckenberg sowie das PHOXXI. Ergänzend entsteht eine limitierte Edition, die das Festival auch ausserhalb des Ausstellungskontexts erfahrbar macht.

Eine Edition zwischen Archiv, Macht und Erinnerung

Das Editionsmotiv stammt aus Jasmina Cibics Fotoserie «The Gallery of Non-Aligned» von 2023. Die Serie bezieht sich auf einen besonderen Archivbestand: Skulpturen aus der Sammlung bündnisfreier Staaten. Diese Sammlung umfasst Kunstwerke, die von Regierungsmitgliedern und Kunstschaffenden aus Ländern der Non-Aligned Bewegung gestiftet wurden. Cibics Arbeit lässt sich damit dem Leitprinzip «Allianz» der Triennale zuordnen.

Die Künstlerin zeigt ausschliesslich Skulpturen weiblicher Formen. Torsos, Büsten und Köpfe erscheinen vor farbigen Hintergründen und erinnern an Flaggen, nationale Ikonografien und politische Symbolsysteme. Zugleich verweisen Spuren von Verfall, Dunkelheit und Korrosion auf die Vergänglichkeit historischer Hoffnungen und auf Möglichkeiten alternativer Weltgestaltung, die in Vergessenheit geraten können.

Fotografie als Gesprächsstück

Im begleitenden Interview beschreibt Jasmina Cibic ihre Fotografien nicht als isolierte Bilder, sondern als Fragmente einer fortlaufenden Erzählung. Ihre Arbeiten entstehen häufig in Zusammenarbeit mit Archiven, Museen oder Orten hoher Sicherheit und Kontrolle. Für Cibic werden die Bilder dadurch zu Dokumenten von Begegnungen mit Institutionen, Menschen und Machtstrukturen.

Ihre künstlerische Praxis umfasst Film, Fotografie, Installation und Performance. Im Zentrum steht die Frage, wie Kunst und Kultur im Laufe der Geschichte durch politische und nationalistische Ideen genutzt oder missbraucht wurden. Cibic interessiert besonders, wie Kunst Räume der Macht betreten, bewohnen und darin ihren Platz behaupten kann.

Zwei hochwertige Ausführungen

Die Edition «The Gallery of the Non-Aligned (Author unknown – Female head, a gift from the ambassador of Nigeria J.D.O. Sakoya)» erscheint in einer Grösse von 34 × 42,5 cm und ist in zwei Ausführungen erhältlich. Eine Variante ist ein Fine Art Pigmentdruck hinter mattem Acrylglas, gerahmt in einer ArtBox in Nussbaum. Die zweite Variante ist ein ungerahmter Fine Art Print auf Hahnemühle Photo Rag Papier aus 100 Prozent Baumwolle.

Beide Ausführungen sind auf jeweils 100 Exemplare limitiert und werden mit einem nummerierten, von Jasmina Cibic signierten Echtheitszertifikat ausgeliefert. Der Fine Art Print startet ab 250 Euro. Erhältlich ist die Edition ab dem 4. Juni 2026 im Museumsshop der Deichtorhallen sowie online bei WhiteWall.

Vertrauen in die Zukunft der Fotografie

Bei ihrem Besuch in den Produktionsanlagen von WhiteWall zeigte sich Jasmina Cibic beeindruckt von der Lebendigkeit und Präzision der fotografischen Produktion. Während vielerorts fotografische Produktionsstätten verschwinden, erlebte sie bei WhiteWall ein funktionierendes Ökosystem aus Kundschaft, Produzierenden sowie Künstlerinnen und Künstlern. Ihre Beschreibung von WhiteWall in drei Worten: «Disneyland trifft Perfektionismus».

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