Schimmel im Haus: Ursachen, Entfernung und Kosten
Schimmel im Haus ist mehr als ein unschöner Fleck an der Wand. Er weist darauf hin, dass über längere Zeit zu viel Feuchtigkeit vorhanden ist. Die Ursache kann eine undichte Wasserleitung, eine Wärmebrücke, ein Wasserschaden oder eine unzureichende Lüftung sein. Wird nur die sichtbare Stelle gereinigt oder überstrichen, kehrt der Schimmel häufig zurück.
Für Eigentümerinnen und Eigentümer stellen sich deshalb mehrere Fragen: Wie gefährlich ist Schimmel? Wann kann man kleine Flecken selbst entfernen und wann braucht es eine Fachfirma? Wie viel kostet eine Schimmelsanierung in der Schweiz? Und übernimmt die Gebäudeversicherung den Schaden? Dieser Ratgeber erklärt die wichtigsten Ursachen, zeigt das richtige Vorgehen bei Schimmel an Wänden, Fenstern und im Keller und erläutert die Besonderheiten bei Einfamilienhäusern und Stockwerkeigentum. Ausserdem erfahren Sie, wie sich neue Feuchtigkeitsprobleme vermeiden lassen.
Das Wichtigste: Schimmel sollte rasch und fachgerecht beseitigt werden. Entscheidend ist dabei nicht nur die Reinigung, sondern vor allem die Behebung der Feuchtigkeitsursache. Bei grösserem, wiederkehrendem oder verborgenem Befall ist eine professionelle Abklärung angezeigt. Ob eine Versicherung bezahlt, hängt von der Ursache und dem vorhandenen Versicherungsschutz ab.
1. Warum entsteht Schimmel im Haus?
Schimmelpilze kommen in unserer Umgebung natürlicherweise vor. Gelangen ihre Sporen auf ausreichend feuchte Oberflächen, können sie wachsen. Besonders gefährdet sind Stellen, an denen sich über längere Zeit Feuchtigkeit sammelt und diese nur langsam wieder abtrocknet. In Wohngebäuden entstehen solche Bedingungen beispielsweise an kalten Aussenwänden, hinter grossen Möbeln, bei undichten Wasserleitungen oder infolge eines Wasserschadens. Schimmel kann auf Tapeten, Gipskarton, Holz, Silikonfugen und zahlreichen weiteren Materialien auftreten. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Feuchtigkeit aus dem Wohnalltag und Feuchtigkeit aufgrund eines baulichen Problems. Häufig wirken mehrere Faktoren zusammen. Deshalb ist es nicht sinnvoll, einen Schimmelbefall ohne weitere Prüfung ausschliesslich auf falsches Lüften zurückzuführen.
Die häufigsten Ursachen im Überblick
| Ursache | Typische Anzeichen | Was ist zu tun? |
|---|---|---|
| Wärmebrücken | Schimmel an Aussenwänden, Raumecken oder Fensteranschlüssen | Oberflächentemperaturen und Wärmedämmung prüfen |
| Hohe Raumluftfeuchtigkeit | Beschlagene Fenster, feuchte Oberflächen, Schimmel hinter Möbeln | Feuchtigkeit messen, Lüftung und Raumnutzung überprüfen |
| Undichte Wasserleitungen | Feuchte Wand, Wasserflecken, teilweise verdeckter Schimmel | Leckortung und Reparatur durch Fachbetrieb |
| Undichtes Dach oder undichte Fassade | Feuchtigkeit nach Regen, Flecken an Decken oder Aussenwänden | Gebäudehülle fachgerecht untersuchen und abdichten |
| Wasserschaden oder Überschwemmung | Nasse Bodenaufbauten, Sockelbereiche oder Dämmmaterialien | Schadenursache klären, betroffene Konstruktion untersuchen und sanieren |
| Feuchtigkeit im Keller | Modriger Geruch, feuchte Kellerwände oder Bodenflächen | Abdichtung, Grundwasser, Lüftung und Kondensation prüfen |
| Unzureichende Lüftung nach Sanierungen | Feuchteprobleme nach Fensteraustausch oder baulicher Abdichtung | Lüftungskonzept und Gebäudehülle gemeinsam beurteilen |
Diese Hinweise helfen bei der ersten Einschätzung, ersetzen jedoch keine Untersuchung. Insbesondere bei versteckten Leckagen oder Schäden in der Konstruktion ist eine bauphysikalische oder bautechnische Abklärung sinnvoll.
2. Schimmel an der Wand: Was sind die ersten Anzeichen?
Schimmel ist nicht immer sofort als dunkler Fleck sichtbar. Erste Hinweise können kleine Verfärbungen an einer Wand, ein muffiger Geruch, regelmässig beschlagene Fensterscheiben oder ablösende Tapeten sein. Auch eine ungewöhnlich kalte oder feuchte Wandoberfläche kann auf ein Problem hindeuten. Besonders häufig werden die ersten Spuren in Raumecken, hinter Schränken oder an Fensterlaibungen entdeckt. Solche Stellen sind oft kühler als die übrigen Wandflächen, sodass die Luftfeuchtigkeit dort ansteigen kann.
Schwarzer Schimmel, grüner Schimmel oder weisse Flecken?
Schimmel kann unterschiedliche Farben und Erscheinungsformen haben. Schwarze, grüne, graue oder weisse Verfärbungen lassen jedoch nicht zuverlässig erkennen, um welche Schimmelpilzart es sich handelt oder wie gross das gesundheitliche Risiko ist. Für das richtige Vorgehen sind vor allem die Ausdehnung, die Feuchtigkeitsursache, die betroffenen Materialien und der Gesundheitszustand der Bewohnerinnen und Bewohner entscheidend. Auch unscheinbare Flecken sollten deshalb nicht einfach ignoriert werden.
Was bedeutet Schimmelgeruch ohne sichtbaren Befall?
Ein dauerhaft muffiger, modriger Geruch kann auf verdeckte Feuchtigkeit und Schimmel in der Konstruktion hinweisen. Möglich sind beispielsweise Schäden hinter einer Verkleidung, unter einem Bodenbelag oder im Bereich einer undichten Leitung. Wer nur einen Geruch bemerkt, sollte nicht vorsorglich Wände öffnen oder grössere Bauteile entfernen. Bei einem begründeten Verdacht ist eine gezielte Untersuchung durch eine Fachperson sinnvoll, damit möglicherweise belastete Materialien nicht unkontrolliert aufgewirbelt werden.
3. Wie gefährlich ist Schimmel für die Gesundheit?
Schimmelbefall in Wohnräumen sollte aus gesundheitlichen Gründen ernst genommen werden. Feuchtigkeit und Schimmel können mit Reizungen der Augen und Atemwege, Husten, allergischen Beschwerden und einer Verschlechterung bestehender Atemwegserkrankungen verbunden sein. Nicht jede gesundheitliche Beschwerde in einem Gebäude ist allerdings automatisch auf Schimmel zurückzuführen. Mit zunehmendem Befall steigt auch die Bedeutung einer raschen und fachgerechten Beseitigung. Besonders vorsichtig sollten Menschen mit starkem Asthma, bestimmten Lungenerkrankungen oder geschwächtem Immunsystem sein. Für sie kann eine Schimmelbelastung ein erhöhtes gesundheitliches Risiko darstellen.
Was gilt für Kinderzimmer und Schlafzimmer?
Bei Schimmel in Schlaf- und Kinderzimmern ist rasches Handeln besonders wichtig, weil sich Personen dort über viele Stunden aufhalten. Bei grösserem Befall sollte geprüft werden, ob der Raum bis zur Sanierung vorübergehend nicht mehr genutzt werden sollte. Bestehen gesundheitliche Beschwerden oder besondere Vorerkrankungen, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Die bauliche Ursache muss unabhängig davon untersucht und behoben werden.
4. Schimmel entfernen: Wann kann man selbst handeln?
Ob sich ein Schimmelfleck selbst beseitigen lässt, hängt nicht allein von seiner Grösse ab. Entscheidend ist auch, ob der Befall nur oberflächlich ist, auf welchem Material er sitzt und ob Anzeichen für einen tiefer reichenden Feuchtigkeits- oder Wasserschaden bestehen. Bei sehr kleinen, isolierten Oberflächenflecken kann eine vorsichtige Eigenreinigung für gesunde Personen infrage kommen. Sobald der Schimmel dichter, grösser, wiederkehrend oder an mehreren Stellen sichtbar ist, sollte die Ursache professionell beurteilt werden. Dasselbe gilt, wenn gefährdete Personen im Haushalt leben.
Welche Schimmelgrösse ist problematisch?
Für die Einordnung von Schimmelbefall wird unter anderem zwischen vereinzeltem und dichtem Bewuchs unterschieden. Ein vereinzelter Oberflächenbefall kann anders beurteilt werden als eine ebenso grosse Fläche mit dichtem Schimmelwachstum. Zur Orientierung gilt: Bereits dichter Bewuchs auf einer Fläche von mehr als etwa 10 × 10 Zentimetern oder vereinzelter Befall auf mehr als rund einem halben Quadratmeter erfordern eine fachliche Abklärung und Sanierung. Auch mehrere betroffene Stellen, Schimmel in tieferen Materialschichten oder ein deutlicher Geruch können auf ein grösseres Problem hindeuten.
Wann ist eine Eigenreinigung vertretbar?
Eine Eigenreinigung sollte sich auf kleine, oberflächliche Stellen ohne Hinweise auf einen tieferen Schaden beschränken. Voraussetzung ist, dass keine besonders gefährdeten Personen betroffen sind und die Ursache für die Feuchtigkeit geklärt ist beziehungsweise beseitigt wird. Geeignete Schutzmassnahmen sind dabei wichtig. Vermeiden Sie das trockene Abbürsten oder unkontrollierte Aufwirbeln von Schimmelbestandteilen. Verwenden Sie Reinigungsmittel nur entsprechend ihrer Eignung und den Sicherheitsangaben des Herstellers. Bei Unsicherheit ist eine fachgerechte Sanierung die bessere Wahl.
Wichtig: Schimmel einfach mit Farbe zu überdecken oder ausschliesslich mit einem Schimmelspray zu behandeln, beseitigt die Feuchtigkeitsursache nicht. Der Befall kann sich hinter der neuen Oberfläche weiterentwickeln.
5. Wann braucht es eine professionelle Schimmelsanierung?
Eine professionelle Sanierung ist besonders bei grösserem, tief sitzendem oder wiederkehrendem Schimmelbefall angezeigt. Gleiches gilt nach grösseren Wasserschäden, bei feuchten Dämmungen und wenn mehrere Räume betroffen sind. Eine Fachfirma sollte nicht nur die sichtbaren Spuren beseitigen, sondern mit geeigneten Spezialisten auch den Schadensumfang und die Feuchtigkeitsursache abklären. Erst wenn klar ist, woher die Feuchtigkeit kommt, kann eine dauerhaft wirksame Lösung geplant werden.
Wie läuft eine Schimmelsanierung ab?
Am Anfang steht die Untersuchung der betroffenen Räume und Bauteile. Je nach Befund werden Feuchtigkeitsmessungen, Leckortungen oder bauphysikalische Untersuchungen durchgeführt. Bei verdeckten Schäden können auch gezielte Öffnungen der Konstruktion notwendig werden. Danach muss die Feuchtigkeitsursache beseitigt werden. Je nach Schaden werden befallene Materialien fachgerecht gereinigt oder entfernt, belastete Bereiche kontrolliert bearbeitet und die betroffenen Bauteile getrocknet beziehungsweise wiederhergestellt. Die notwendigen Schutzmassnahmen richten sich nach Art und Umfang des Befalls. Wichtig ist die abschliessende Kontrolle, ob die Ursache tatsächlich behoben wurde. Eine frisch gestrichene Wand ist kein Beweis dafür, dass die Konstruktion wieder trocken und dauerhaft schadensfrei ist.
Warum reicht ein Bautrockner allein nicht aus?
Nach einem Wasserschaden kann eine technische Trocknung notwendig sein. Bei bereits stark verschimmelten Konstruktionen darf jedoch nicht einfach ein Luftstrom durch belastete Materialien geleitet werden, weil dadurch Schimmelbestandteile verbreitet werden können. Die Reihenfolge von Abschottung, Beseitigung des Befalls und Trocknung muss deshalb fachgerecht geplant werden. Bei grösseren Schäden gehören die entsprechenden Arbeiten in die Hände qualifizierter Fachbetriebe.
6. Was kostet eine Schimmelsanierung in der Schweiz?
Die Kosten einer Schimmelsanierung hängen stark von der Ursache und vom Umfang des Befalls ab. Eine kleine oberflächliche Stelle ist meist mit deutlich weniger Aufwand verbunden als ein verdeckter Wasserschaden hinter einer Wand oder unter einem Boden. Bei grösseren Schäden entstehen die Kosten oft nicht allein durch die Entfernung des Schimmels. Hinzu kommen die Suche nach der Feuchtigkeitsquelle, die Reparatur einer undichten Leitung, notwendige Schutzmassnahmen, die Trocknung sowie die Wiederherstellung von Wänden oder Böden.
Grobe Kostenbeispiele für die Budgetplanung
| Schadensituation | Grobe Kostenorientierung | Was kann enthalten sein? |
|---|---|---|
| Kleiner oberflächlicher Befall | Etwa CHF 300–800 bei einfacher beauftragter Behandlung | Lokale Reinigung oder Behandlung, begrenzte Oberflächenarbeiten |
| Mittlerer Schaden | Oft etwa CHF 1’500–5’000 | Abklärung, Entfernung befallener Materialien, Trocknung und Wiederherstellung |
| Umfangreicher Befall in der Konstruktion | Etwa CHF 6’000–20’000 oder mehr möglich | Grössere Rückbau-, Sanierungs- und Wiederherstellungsarbeiten |
Diese Beträge sind unverbindliche Grössenordnungen zur ersten Orientierung, keine verbindlichen Schweizer Durchschnittspreise. Nicht jeder Leistungsumfang ist darin vollständig enthalten. Ein Leitungsersatz, eine Fassadensanierung oder umfangreiche Schäden an der Gebäudehülle können zusätzliche Kosten verursachen.
Bei einem auffälligen Feuchtigkeitsschaden empfiehlt es sich, die Ursachenabklärung und die eigentliche Sanierung im Angebot getrennt ausweisen zu lassen. So lässt sich besser nachvollziehen, welche Kosten für die Schadenursache und welche für die Beseitigung der Schimmelfolgen entstehen.
Wie erkennt man eine gute Sanierungsofferte?
Eine sorgfältige Offerte sollte den untersuchten Schaden, die vermutete beziehungsweise nachgewiesene Ursache und die vorgesehenen Arbeiten nachvollziehbar beschreiben. Auch Schutzmassnahmen, Materialersatz, Trocknung und Wiederherstellung sollten berücksichtigt werden. Besondere Vorsicht ist angebracht, wenn lediglich ein neuer Anstrich angeboten wird, obwohl die Feuchtigkeitsquelle ungeklärt ist. Das kann das sichtbare Problem kurzfristig verdecken, ohne eine nachhaltige Lösung zu schaffen.
7. Übernimmt die Gebäudeversicherung Schimmelschäden?
Ob eine Versicherung für Schimmel im Haus aufkommt, hängt vor allem davon ab, wodurch der Schaden entstanden ist. Schimmel als Folge einer länger bestehenden hohen Luftfeuchtigkeit, fehlenden Wärmedämmung oder ungenügenden Wartung ist nicht automatisch gedeckt. Anders kann die Situation sein, wenn ein versichertes Schadenereignis vorausging. Ein Beispiel ist eine undichte Wasserleitung, aus der Wasser austritt und die Gebäudesubstanz beschädigt. Je nach Gebäude-Wasserversicherung und den konkreten Bedingungen können dann auch bestimmte notwendige Folgekosten versichert sein. Die Deckung muss dennoch für jeden Fall geprüft werden. Auch bei einem versicherten Wasserschaden bedeutet dies nicht, dass sämtliche späteren Schimmelschäden oder beliebige Sanierungsmassnahmen automatisch übernommen werden.
Welche Versicherung kommt infrage?
| Schadenursache | Mögliche Deckung | Wichtige Einschränkung |
|---|---|---|
| Plötzlicher versicherter Leitungswasserschaden | Gebäude-Wasserversicherung | Versichertes Ereignis und anerkannte Folgeschäden massgebend |
| Versicherte Überschwemmung | Gebäude- beziehungsweise Elementarschadenversicherung | Art des Wassereintritts und Versicherungsbestimmungen prüfen |
| Beschädigte Möbel nach versichertem Wasserschaden | Hausratversicherung | Deckung des ursprünglichen Wasserschadens erforderlich |
| Kondensation an einer kalten Aussenwand | Oft keine gewöhnliche Sachversicherungsdeckung | Bauliche Ursache und Verantwortlichkeit klären |
| Langjährig undichte Fassade oder Dachanschlüsse | Abhängig vom Vertrag und der Schadenursache | Unterhalt und allmähliche Feuchtigkeit sind häufig nicht gedeckt |
| Baumangel bei Neubau oder Umbau | Gegebenenfalls Ansprüche gegenüber verantwortlichen Unternehmen | Gewährleistung, Beweise und Fristen prüfen |
Die Tabelle ist eine allgemeine Übersicht und keine Deckungszusage. Je nach Kanton und Police sind für Feuer- und Elementarschäden sowie für Leitungswasserschäden unterschiedliche Versicherungen zuständig.
Warum sollte man den Schaden früh melden?
Wer Feuchtigkeit oder Schimmel infolge eines möglichen versicherten Ereignisses entdeckt, sollte den Schaden möglichst rasch dokumentieren und der zuständigen Versicherung melden. Dazu gehören Fotos, der ungefähre Zeitpunkt des Wassereintritts und eine Beschreibung der betroffenen Räume. Notwendige Massnahmen zur Begrenzung weiterer Schäden sollten nicht unnötig aufgeschoben werden. Grössere Rückbau- und Sanierungsarbeiten sollten dagegen soweit möglich mit der Versicherung abgestimmt werden, damit die Schadenursache und der Umfang noch nachvollziehbar sind. Weitere Hinweise zu Unwetter- und Wasserschäden finden Sie in unserem Ratgeber «Sturmschäden und Gewitter: Welche Versicherung zahlt?».
8. Wer ist bei Schimmel im Stockwerkeigentum verantwortlich?
Bei einer Eigentumswohnung kann die Frage nach der Verantwortung besonders anspruchsvoll sein. Der Schimmel befindet sich möglicherweise innerhalb der eigenen Wohnung, während die Feuchtigkeitsursache in der Fassade, im Dach oder in einem gemeinschaftlichen Bauteil liegt. Deshalb muss unterschieden werden, welcher Gebäudeteil betroffen ist und wem dieser rechtlich zugeordnet wird. Dabei spielen die gesetzlichen Bestimmungen zum Stockwerkeigentum sowie das Reglement und die konkreten Verhältnisse der Eigentümergemeinschaft eine Rolle.
Schimmel durch einen Mangel an der Fassade
Liegt die Ursache beispielsweise in einer mangelhaften gemeinschaftlichen Fassade oder einer unzureichenden Abdichtung des Dachs, kann die Stockwerkeigentümergemeinschaft für die Behebung des Problems zuständig sein. Ob zusätzlich Schäden innerhalb einer einzelnen Wohnung zu ersetzen sind, muss gesondert beurteilt werden. Betroffene sollten deshalb nicht eigenmächtig grössere Arbeiten an gemeinschaftlichen Bauteilen veranlassen, sondern die Verwaltung beziehungsweise die zuständigen Organe der Gemeinschaft frühzeitig informieren.
Schimmel innerhalb der eigenen Wohnung
Entsteht das Problem ausschliesslich durch Umstände innerhalb des Sonderrechtsbereichs, kann die Verantwortung anders verteilt sein. Allerdings lässt sich dies nicht allein daraus ableiten, an welcher Wand der Schimmel sichtbar ist. Gerade bei Aussenwänden, Fensteranschlüssen und verdeckten Feuchtigkeitsquellen empfiehlt sich eine unabhängige bautechnische Untersuchung, bevor die Kostenfrage abschliessend beantwortet wird.
9. Schimmel im vermieteten Eigenheim: Wer muss handeln?
Wer ein Haus oder eine Eigentumswohnung vermietet, muss Feuchtigkeitsprobleme und Schimmel ebenfalls ernst nehmen. Entdeckt eine Mietpartei einen Befall, sollte dieser möglichst rasch schriftlich gemeldet und dokumentiert werden. Die Vermieterschaft muss im Rahmen ihrer gesetzlichen Pflichten für einen vertragsgemässen Zustand der Mietsache sorgen. Ob und in welchem Umfang eine Mietpartei für einen Schaden mitverantwortlich ist, hängt vom konkreten Verhalten, dem Gebäudezustand und der nachgewiesenen Ursache ab. Eine pauschale Schuldzuweisung wegen angeblich falschen Lüftens ist deshalb nicht ausreichend. Besonders bei grösseren Schäden sollte zuerst fachlich geklärt werden, weshalb sich die Feuchtigkeit angesammelt hat.
10. Wie lässt sich Schimmel im Haus dauerhaft vermeiden?
Vorbeugung beginnt bei einem Gebäude, dessen Dach, Fassade, Leitungen und Abdichtungen in einem guten Zustand sind. Daneben spielen die Raumtemperaturen, die Luftfeuchtigkeit und ein ausreichender Luftaustausch eine wichtige Rolle. Wer nur häufiger lüftet, kann einen Rohrbruch oder eine unzureichende Abdichtung nicht beheben. Umgekehrt kann sich in einem baulich einwandfreien Haus durch eine dauerhaft sehr hohe Luftfeuchtigkeit ebenfalls Schimmel bilden. Erfolgreiche Prävention berücksichtigt deshalb sowohl das Gebäude als auch dessen Nutzung.
Welche Luftfeuchtigkeit ist optimal?
Während der Heizperiode empfiehlt sich als Orientierung eine relative Raumluftfeuchtigkeit von etwa 30 bis 50 Prozent. An sehr kalten Tagen sollte sie besonders in anfälligen Gebäuden möglichst nicht über 40 Prozent liegen, weil sich an kalten Bauteiloberflächen sonst leichter Feuchtigkeit niederschlagen kann. Ein einfaches Hygrometer hilft dabei, die Luftfeuchtigkeit im Alltag zu beobachten. Die Anzeige sollte jedoch im Zusammenhang mit der Raumtemperatur und dem baulichen Zustand betrachtet werden. Auch bei einem scheinbar unauffälligen Messwert kann es an einer besonders kalten Wand zu Feuchtigkeitsproblemen kommen. Ausführliche Tipps finden Sie in unserem Ratgeber «Optimale Luftfeuchtigkeit im Haus».
Wie häufig sollte man lüften?
Bei Wohnungen mit Fensterlüftung ist mehrmals tägliches, kurzes und gründliches Lüften sinnvoll. Während der Heizperiode bietet sich an, die Fenster ungefähr drei Mal täglich für etwa fünf bis zehn Minuten vollständig zu öffnen und wenn möglich Durchzug herzustellen. Zusätzliche Feuchtigkeit nach dem Duschen, Baden oder Kochen sollte möglichst direkt abgeführt werden. Dauerhaft gekippte Fenster sind während der Heizperiode dagegen ungünstig, weil sie Energieverluste verursachen und angrenzende Bauteile auskühlen können. In Gebäuden mit einer kontrollierten Wohnungslüftung sind die vorgesehenen Betriebs- und Wartungsanforderungen des Systems zu beachten.
Warum entsteht Schimmel hinter Möbeln?
Stehen grosse Schränke direkt an schlecht gedämmten Aussenwänden, kann die Luft dort kaum zirkulieren. Gleichzeitig bleibt die Wandoberfläche möglicherweise deutlich kühler als die Raumluft. Dadurch kann die relative Feuchtigkeit unmittelbar an dieser Stelle stark ansteigen. Ein ausreichender Abstand zwischen grossen Möbeln und anfälligen Aussenwänden kann helfen. Bei ausgeprägten Wärmebrücken genügt diese Massnahme allein jedoch unter Umständen nicht. Dann sollte die bauliche Ursache untersucht werden.
Was muss man nach einem Fensteraustausch beachten?
Neue Fenster sind häufig deutlich dichter als alte Konstruktionen. Dadurch kann der unkontrollierte Luftaustausch abnehmen. Bleiben kalte Aussenwände bestehen und wird das Lüftungsverhalten nicht angepasst, können sich Feuchtigkeitsprobleme verstärken. Bei umfassenden energetischen Sanierungen sollten deshalb Wärmedämmung, Fenster und Lüftung gemeinsam geplant werden. Besonders bei bestehenden Feuchtigkeitsproblemen empfiehlt sich eine bauphysikalische Beurteilung vor Beginn grösserer Arbeiten.
11. Schimmel im Keller: Was ist besonders wichtig?
Keller weisen häufig andere klimatische Bedingungen auf als bewohnte Räume. Erdberührte Wände können kühl bleiben, auch wenn die Aussenluft im Sommer warm und feucht ist. Gelangt solche Luft in den Keller, kann an den kühlen Oberflächen Kondenswasser entstehen. Deshalb ist dauerhaftes Lüften an heissen, schwülen Sommertagen nicht immer sinnvoll. Oft sind kühlere Tageszeiten mit geeigneter Aussenluft günstiger. Welche Lüftungsstrategie passt, hängt von Temperatur, Feuchtigkeit und Nutzung des Kellers ab. Bei nassen Kellerwänden muss ausserdem geprüft werden, ob Wasser von aussen eindringt, eine Leitung undicht ist oder Feuchtigkeit aus dem Boden aufsteigt. Besonders nach Starkregen oder Überschwemmungen ist eine fachliche Abklärung wichtig.
12. Schimmel entdeckt: Die richtige Vorgehensweise
Nach der Entdeckung eines Schimmelflecks ist ein strukturiertes Vorgehen hilfreich. Damit lässt sich verhindern, dass bloss die sichtbare Oberfläche behandelt wird und die eigentliche Ursache bestehen bleibt.
Schritt 1: Schimmel und Feuchtigkeit dokumentieren
Fotografieren Sie den sichtbaren Befall und notieren Sie, wann die Flecken erstmals aufgefallen sind. Halten Sie auch frühere Wasserschäden, ungewöhnliche Gerüche und gegebenenfalls Feuchtigkeitsmessungen fest.
Schritt 2: Ausmass und mögliche Risiken einschätzen
Prüfen Sie, ob es sich um eine kleine einzelne Stelle oder um mehrere betroffene Bereiche handelt. Bei dichtem, ausgedehntem oder möglicherweise verborgenem Befall sollte eine Fachperson beigezogen werden. Besonders vorsichtig ist vorzugehen, wenn gesundheitlich gefährdete Personen betroffen sind.
Schritt 3: Feuchtigkeitsursache klären
Untersuchen Sie, ob eine undichte Leitung, Regenwasser, Kondensation oder ein baulicher Mangel infrage kommt. Wenn die Ursache nicht eindeutig erkennbar ist, kann eine bauphysikalische Untersuchung oder Leckortung nötig sein.
Schritt 4: Versicherung beziehungsweise Verwaltung informieren
Bei einem möglichen versicherten Wasserschaden sollte die Versicherung frühzeitig kontaktiert werden. Im Stockwerkeigentum ist gegebenenfalls auch die Verwaltung zu informieren. Bei vermieteten Objekten muss die Kommunikation mit der Mietpartei berücksichtigt werden.
Schritt 5: Fachgerechte Beseitigung veranlassen
Die Sanierung muss dem tatsächlichen Schadensausmass entsprechen. Bei grösserem oder tiefer liegendem Befall ist eine professionelle Entfernung notwendig. Dabei sollten auch mögliche Schäden in der Konstruktion berücksichtigt werden.
Schritt 6: Rückkehr des Schimmels verhindern
Nach der Sanierung sollten die Feuchtigkeit und der Zustand des betroffenen Bereichs weiter beobachtet werden. Tritt erneut Schimmel auf, ist die Ursache möglicherweise noch nicht vollständig behoben.
13. Häufige Fragen zu Schimmel im Haus
Was tun, wenn man Schimmel im Haus entdeckt?
Dokumentieren Sie den Befall und klären Sie möglichst rasch die Feuchtigkeitsursache. Sehr kleine, oberflächliche Stellen können unter geeigneten Bedingungen selbst gereinigt werden. Bei grösserem, wiederkehrendem oder verborgenem Schimmel sollte eine Fachperson beigezogen werden.
Kann man Schimmel an der Wand einfach entfernen?
Bei kleinen oberflächlichen Stellen ist eine fachgerechte Reinigung unter geeigneten Schutzmassnahmen möglich. Bei tiefer sitzendem Befall oder Feuchtigkeit innerhalb der Wand reicht eine Oberflächenbehandlung nicht aus.
Wie viel kostet eine Schimmelsanierung in der Schweiz?
Bei kleinen lokalen Arbeiten kann der Aufwand im Bereich einiger hundert Franken liegen. Umfangreichere Sanierungen können mehrere Tausend bis über CHF 20’000 kosten. Entscheidend sind Ursache, Befallsumfang und notwendige Arbeiten an der Bausubstanz.
Ist Schimmel im Haus gefährlich?
Schimmel kann die Atemwege reizen, allergische Beschwerden verstärken und besonders für Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen problematisch sein. Befall in Wohnräumen sollte deshalb rasch und fachgerecht beseitigt werden.
Wie entsteht Schimmel trotz regelmässigem Lüften?
Auch bei angemessenem Lüftungsverhalten kann Schimmel auftreten, etwa durch Wärmebrücken, undichte Leitungen oder Schäden an der Gebäudehülle. Wiederkehrender Befall sollte deshalb bautechnisch abgeklärt werden.
Zahlt die Gebäudeversicherung bei Schimmel?
Schimmel ist nicht automatisch versichert. Besteht ein Zusammenhang mit einem gedeckten Wasserschaden, können je nach Police bestimmte Folgeschäden und Sanierungskosten übernommen werden. Schäden aufgrund langfristiger Kondensation oder mangelnden Unterhalts sind häufig nicht gedeckt.
Wer bezahlt Schimmel im Stockwerkeigentum?
Das hängt davon ab, wo die Ursache liegt und welche Bauteile betroffen sind. Bei Problemen an gemeinschaftlichen Gebäudeteilen kann die Stockwerkeigentümergemeinschaft zuständig sein. Massgebend sind die gesetzlichen Regeln und das Reglement der Gemeinschaft.
Welche Luftfeuchtigkeit verhindert Schimmel?
Während der Heizperiode sind etwa 30 bis 50 Prozent relative Luftfeuchtigkeit ein sinnvoller Orientierungsbereich. An sehr kalten Tagen sollte sie möglichst nicht über 40 Prozent liegen. Eine geeignete Luftfeuchtigkeit allein kann bestehende Bau- oder Feuchteschäden jedoch nicht ausgleichen.
Warum kommt Schimmel nach dem Überstreichen zurück?
Ein neuer Anstrich beseitigt die Feuchtigkeitsursache nicht. Bleiben die Wand oder der Untergrund dauerhaft feucht, kann Schimmel erneut auftreten oder sich hinter der Beschichtung weiterentwickeln.
Ist schwarzer Schimmel gefährlicher als anderer Schimmel?
Die Farbe allein erlaubt keine zuverlässige Aussage über die Schimmelpilzart oder das Gesundheitsrisiko. Für die Beurteilung sind insbesondere der Befallsumfang, die Exposition und mögliche gesundheitliche Risikofaktoren entscheidend.
Wann sollte man einen Bausachverständigen beiziehen?
Eine unabhängige Fachperson ist besonders bei wiederkehrendem Befall, ungeklärter Feuchtigkeit, mehreren betroffenen Räumen oder möglichen baulichen Mängeln sinnvoll. Das gilt auch, wenn im Stockwerkeigentum Uneinigkeit über Ursache und Verantwortung besteht.
14. Fazit: Schimmel dauerhaft beseitigen statt nur überdecken
Schimmel im Eigenheim ist ein deutliches Zeichen dafür, dass Feuchtigkeit zum Problem geworden ist. Die Ursachen reichen von Kondensation und Wärmebrücken bis zu undichten Leitungen, beschädigten Dächern oder Feuchtigkeit im Keller. Eine dauerhafte Sanierung besteht aus drei Schritten: Ursache finden, Feuchtigkeitsproblem beheben und den Schimmel fachgerecht entfernen. Bei kleinen oberflächlichen Stellen kann eine begrenzte Eigenreinigung infrage kommen. Grössere, wiederkehrende oder verdeckte Schäden sollten von Fachpersonen beurteilt und saniert werden. Für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer ist auch die finanzielle Seite wichtig. Eine Versicherung übernimmt Schimmelschäden nicht automatisch, kann aber bei einem versicherten Wasserschaden für bestimmte Folgekosten aufkommen. Im Stockwerkeigentum muss zudem geklärt werden, ob gemeinschaftliche Bauteile betroffen sind. Wer frühzeitig handelt, die Raumluftfeuchtigkeit im Blick behält und bauliche Ursachen nachhaltig behebt, schützt die Gesundheit der Bewohner und hilft gleichzeitig, grössere Schäden an der Immobilie zu vermeiden.
Aus dem Archiv: Schimmelbefall im Wohneigentum (2024)
Der folgende Originalbeitrag von Fabian Kail-Hentschel wurde am 4. Juli 2024 auf traumhaus.ch veröffentlicht und bleibt als historischer Fachbeitrag erhalten. Die damaligen Aussagen zu Schadenursachen und Versicherungsleistungen sind im Zusammenhang mit den jeweils geltenden Vertragsbedingungen und dem konkreten Schadenfall zu lesen.
Originalbeitrag von 2024 anzeigen
Schimmelbefall im Wohneigentum
Fabian Kail-Hentschel – 4. Juli 2024
Schimmel in den eigenen vier Wänden wird schnell zu einem sich ausbreitenden Problem. Fabian Kail-Hentschel ist als Bausachverständiger immer wieder für Bauherren bei Schäden und Schimmelbefall im Einsatz und kennt die Tücken, welche Schimmel mit sich bringen kann. Er klärt über Ursachen, Prävention und Massnahmen gegen Schimmelbefall im Wohneigentum auf.
n rund 30 Prozent aller Fälle ist es die Kombination von baulichen Mängeln und falschem Verhalten, welche sich für die Schimmelbildung verantwortlich zeigen. Bei 60 Prozent aller Fälle ist die Bildung von Schimmel allein auf bauliche Mängel zurückzuführen. In jedem Fall sollte man Schimmel bekämpfen und aktiv vorgehen, falls eine Schimmelbildung festgestellt wird.
Hauptverursacher von Schimmelschäden in Gebäuden
Besonders häufig tritt Feuchtigkeit in die Bausubstanz über verbaute Rohre ein. Der klassische Fall ist hier der Wasserrohrbruch, welcher in der Regel aufgrund der grossen Menge an Wasser schnell bemerkt wird. Undichte Leitungsrohre hingegen geben über einen sehr langen Zeitraum immer nur geringe Mengen an Wasser ab, was dazu führen kann, dass sich der Schimmel viel weiter ausbreiten kann. Die Bausubstanz wird somit allmählich immer stärker durchfeuchtet, was im schlimmsten Fall zur Bildung von Schimmel an den Wänden führen kann.
Solche Schäden lassen sich präventiv kaum verhindern. Wird allerdings Schimmel entdeckt, muss nicht nur der Schimmel entfernt werden, sondern es muss vor allem die Ur- sache der Schimmelbildung gefunden werden. Ansonsten beseitigt man nur die Folgen und muss in Zukunft mit weiterer Schimmelbildung rechnen. Ist die Ursache gefunden und behoben, ist es wichtig, den Schimmel zu entfernen. Es müssen alle organischen Stoffe, welche mit dem Schimmel in Berührung gekommen sind, grossflächig entfernt werden. Diese Arbeiten sind von den Versicherungen abgedeckt, sodass man hier keine explodierenden Kosten erwarten muss.
Schimmelbildung durch eindringendes Wasser
Nicht nur Rohre stellen eine Wassergefahr dar, sondern auch Regen kann bei starkem Wind und Schäden an Fenstern oder der Fassade in den Innenraum und somit auch an die Bausubstanz gelangen. Wird diese Feuchtigkeit nicht schnell und nachhaltig beseitigt, kann diese im Laufe der Zeit ebenfalls zur Bildung von Schimmel führen und somit eine Gefahr darstellen.
Hier ist allerdings der Mieter oder Eigentümer in der Verantwortung, solche Schäden rechtzeitig zu entdecken und diese zu beheben. Es muss zum einen natürlich das weitere Eindringen von Wasser verhindert werden. Zum anderen muss die eingedrungene Feuchtigkeit entfernt werden. Mit einem passenden Bautrockner lässt sich ein stärkerer Schaden mit einem geringen finanziellen Aufwand verhindern. Es ist wichtig, solche Massnahmen zu ergreifen und auch zu dokumentieren, damit die Versicherung im Schadensfall nicht eine Obligenheitsverletzung begründen kann.
Gesundheitliches und hygienisches Problem
Das grosse Problem bei Schimmelbildung ist, dass sich der Schimmelpilz immer weiter ausbreitet und somit eine immer grössere Gefahr für den Menschen darstellt. Dies gilt nicht nur für Asthmatiker und Allergiker, sondern für uns alle. Denn regelmässiger Kontakt mit den Schimmelsporen kann unter anderem zur Bildung von Allergien und zur Entwicklung einer asthmatischen Erkrankung führen. Aus diesem Grund ist es ratsam, bei Schimmelbildung schnell zu reagieren und den Schimmel grossflächig zu bekämpfen. Dabei sollte man immer auch die Ursachen für die Schimmelbildung finden, da der Schimmelbefall an sich von den meisten Versicherungen nicht abgedeckt wird. Anders sieht es bei Gründen für den Schimmelbefall wie einem Rohrbruch aus. Es ist daher in jedem Fall sinnvoll, die eigenen Versicherungspolicen genauer in Augenschein zu nehmen.
Fazit
Schimmel ist immer ein sichtbares Zeichen vorhandener Probleme.
Schimmelbildung in Gebäuden
In seinen vielen Jahren als Sachverständiger hat Fabian Kail-Hentschel viele unterschiedliche Schäden an der Bausubstanz begutachten müssen. In den meisten Fällen waren die Gründe für die Schimmelbildung mit Arbeit und etwas Detektivarbeit zu identifizieren. Wichtig ist, auch bei kleinen Schimmelflecken aktiv zu werden und somit grössere Schäden zu vermeiden.




