Kraft des Wassers

Nachdem die erwachsenen Kinder ausgezogen waren, wünschte sich das Paar frischen Wind für den Garten. Mit Wasserelementen, verschiedenen Sitzgelegenheiten, Rasenfläche und Aussenküche bietet der Garten nun viel mehr Abwechslung.

Kraft des Wassers
Das Wasserelement mit Schwalleinlauf schwächt die Siedlungsgeräusche ab und reflektiert die umliegende Natur.
Text Donika Gjeloshi | Fotos Egli Grün AG, Sirnach
Nachdem die erwachsenen Kinder ausgezogen waren, wünschte sich das Paar frischen Wind für den Garten. Mit Wasserelementen, verschiedenen Sitzgelegenheiten, Rasenfläche und Aussenküche bietet der Garten nun viel mehr Abwechslung.
Der eigene Garten ist für viele Menschen ein wichtiger Rückzugsort. Die Gestaltung des Gartens wird jedoch meist vernachlässigt. Oft werden auch die Möglichkeiten nicht optimal ausgeschöpft. Auch in diesem Garten eines Einfamilienhauses in der Nähe von Winterthur steckte grosses Potenzial, das ausgeschöpft werden wollte. Als Ausgangslage präsentierte sich ein Garten, wie er vielerorts in der Schweiz zu finden ist. Bereits seit zwanzig Jahren bestand er aus einer zentralen Rasenfläche mit einer Alpenkalkmauer, Verbundsteinbelägen und Betonwinkelelementen.

Mit natürlicher Ausstrahlung

Die Bewohner dieses Hauses wünschten sich einen gemütlichen Garten mit etwas mehr Ausstrahlung als bisher, der nicht nur für zwei Personen, sondern auch für Feste genutzt werden kann. Um ihre Pläne in die Tat umzusetzen, spannte die Bauherrschaft mit Egli Grün, Sirnach, zusammen, dem Experten für Gartenplanung und Gartenbau. Einzelne Teile des bestehenden Gartens wurden beibehalten, wie zum Beispiel die aussergewöhnlich schöne Rahmenbepflanzung. Diese ist der Bauherrschaft ans Herz gewachsen und fasst den neu gestalteten Garten harmonisch ein. Nur punktuell wurde die Bepflanzung mit Stauden, Gräsern und einem japanischen Ahorn ergänzt. «Das Ziel der Umgestaltung war es, eine wohlige Atmosphäre zu schaffen», erinnert sich der Gartenplaner Marcel Egli. Dabei mussten auch praktische Elemente berücksichtigt werden. An den Garten grenzt ein Fussweg, der mit Sichtschutzelementen aus pulverbeschichtetem Aluminium optimal abgetrennt wird, sodass die Privatsphäre der Bewohner im Garten gewährleistet ist. Eine im Sichtschutzelement integrierte Gartentür ermöglicht trotzdem den direkten Zugang zum Fussweg. Auch für die bestehende Stützmauer aus Alpenkalkfindlingen wurde eine attraktive Lösung gefunden. An ihrer Stelle steht nun eine Trockenmauer aus Calanca-Gneis (CH), an die sich ein schlichter Brunnen schmiegt. Aus dem gleichen Material besteht auch die Mauer beim grossem Wasserelement, wobei das Wasser ebenfalls durch einen Schwalleinlauf fliesst. Das 60 Zentimeter tiefe und 5,6 Meter lange Wasserelement stellt sowohl im Sommer als auch im Winter einen Blickpunkt dar. Die Wasseraufbereitung funktioniert durch eine vollautomatische Ionisierungsanlage. Hergestellt von Grütter Metallwaren AG in Herisau, besteht das Becken aus Chromstahl mit einem Bodenbelag aus Natursteinplatten. Zwei grossflächige Gneisplatten ragen versetzt ins Wasserbecken und prägen das Erscheinungsbild des Wasserelements massgeblich. Das Wasser nimmt einen ästhetischen, aber auch einen funktionalen Aspekt wahr. Neben der gelegentlichen Badenutzung dient das stetige Wasserrauschen dazu, die Siedlungsgeräusche abzuschwächen. Ein weiterer Vorteil dieses Gestaltungselements ist der geringe Pflegeaufwand, denn die Anlage muss nicht oft gereinigt werden.

Eines der wichtigsten Anliegen der Bauherrschaft war es, eine Gartenküche zu installieren. Gewählt hat sie eine modulare Aussenküche der Marke OCQ Outdoor Cooking Queen, bei welcher die einzelnen Elemente nach Wunsch zusammengestellt werden können. Diese Küche verfügt über eine Plancha, einen vielseitigen Gasgrill und einen Kühlschrank. Eine grosszügige Arbeitsplatte schafft Platz zum Rüsten, Schneiden oder Marinieren, während die Schubladen und Fächer im Unterbau viel Stauraum bieten.

Wenn die Sonne abends untergegangen ist, wird das Lichtkonzept des Gartens erkennbar. «Einzelne Pflanzen und Pflanzengefässe werden mit Spots diskret in Szene gesetzt. Auch das Wasserelement wird dank Einbauspots hervorgehoben. Die Trockenmauer mit Einlauf wird separat angestrahlt», erklärt der Gartenplaner. Im Essbereich wurde jedoch ganz bewusst auf eine Beleuchtung verzichtet. Kerzen und Windlichter sollen hier eine stimmige Atmosphäre herstellen.

Gut geplant, reibungslos ausgeführt

Von der ersten Besprechung bis zur Auftragserteilung vergingen acht Wochen. In der anschliessenden siebenwöchigen Ausführungszeit konnte der Garten gemäss sämtlichen Wünschen der Bauherrschaft errichtet werden. «Lediglich wegen einer langen Schlechtwetterphase verzögerte sich der Bau. Ansonsten verlief die Umsetzung reibungslos», berichtet Marcel Egli. Er persönlich sieht die Kombination des Wasserelements mit der Trockenmauer und den Gneisplatten als besonders gelungen. Es bildet das Herzstück des neu gestalteten Gartens und findet auch beim Bauherrenpaar sowie seinen Gästen besonderen Anklang.

Kraft des Wassers
Zu zweit oder mit Gästen, der grosse Tisch im Schatten lädt zum gemütlichen Beisammensein ein.
Kraft des Wassers
Eine Aussenküche war dem Paar sehr wichtig. Das modulare Konzept von OCQ erfüllt seine Ansprüche.
Kraft des Wassers
Die Feuerstelle kann als weiteres Element für eine gemütliche Atmosphäre eingesetzt werden oder die Aussenküche ergänzen.
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Die Sichtschutzelemente geben dem Garten eine interessante Dynamik.
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Mit dem Brunnen wurde das Element Wasser erneut aufgenommen,
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Die verschiedenen Zonen ergeben ein harmonisches Gesamtbild,
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Abends sorgen auch Windlichter für eine stimmige Atmosphäre.
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