Ladestationen im Einfamilienhaus

In der Schweiz gewinnt Elektromobilität weiter an Bedeutung, und mit ihr der Bedarf an sicheren, zuverlässigen und leistungsfähigen Ladelösungen für zu Hause. Für Eigentümerinnen und Eigentümer von Einfamilienhäusern stellen sich dabei vor allem Fragen zur technischen Machbarkeit, zur Sicherheit und zur Auslegung der Ladeinfrastruktur.

Trotz einer zuletzt leicht abgeflachten Wachstumsdynamik kamen allein 2025 in der Schweiz rund 53 250 neue Elektroautos auf die Strassen, das sind rund 6700 mehr als im Vorjahr. Insgesamt sind inzwischen über 250 000 reine Elektrofahrzeuge auf Schweizer Strassen unterwegs, was mehr als 5 Prozent des gesamten Personenwagenbestands entspricht. Rund jeder dritte neu zugelassene Personenwagen fährt zumindest teilweise elektrisch. Die wachsende Elektromobilität lenkt den Blick verstärkt auf die Frage, wo und wie Elektrofahrzeuge geladen werden können. Neben öffentlichen Ladestationen spielen besonders private Möglichkeiten eine entscheidende Rolle für all jene, die sich mit der Anschaffung eines neuen Fahrzeugs mit alternativem Antrieb beschäftigen. Gerade Eigentümer von Einfamilienhäusern verfügen über ideale Voraussetzungen: einen eigenen Parkplatz, kurze Wege zum Hausanschluss und volle Entscheidungsfreiheit bei der Umsetzung. Dennoch gilt es, einige wichtige Punkte zu beachten.

Grundsätzliches zur privaten Ladestation

Für das Laden zu Hause kommen sogenannte Wallboxen zum Einsatz. Diese fest installierten Ladestationen für den Heimgebrauch ermöglichen ein deutlich schnelleres und sichereres Laden als herkömmliche Haushaltssteckdosen und sind für den Dauerbetrieb ausgelegt. Üblich sind Ladeleistungen von 11 kW oder 22 kW. Die Installation erfolgt durch eine Fachperson und muss beim zuständigen Netzbetreiber gemeldet werden. Eine Baubewilligung ist in der Regel nicht erforderlich. Für Wallboxen bis 11 kW genügt eine einfache Anmeldung, während Anlagen mit mehr als 11 kW einer Genehmigung bedürfen. Die Meldepflicht dient der Sicherstellung der Netzstabilität und dem Schutz vor Überlastungen. In gewissen Kantonen und Gemeinden können auch weitergehende Regeln gelten, eine Abklärung am Wohnort lohnt sich. In Mehrfamilienhäusern ist zusätzlich die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft oder der Verwaltung erforderlich.

Netzanschluss, Spannung und elektrische Sicherheit

Die meisten Einfamilienhäuser in der Schweiz verfügen über einen Drehstromanschluss (400 V), der für das Laden von Elektrofahrzeugen geeignet ist. Dennoch muss vor der Installation geprüft werden, ob der Hausanschluss ausreichend dimensioniert ist, die Hauptsicherung genügend Reserven bietet und ob die bestehende Elektroverteilung den zusätzlichen Dauerstrom verkraftet. Insbesondere bei älteren Gebäuden und Anschlüssen kann eine Anpassung oder Verstärkung des Hausanschlusses notwendig sein. Diese Abklärung übernimmt der Elektroinstallateur in Zusammenarbeit mit dem Netzbetreiber.

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