Hauskauf: Vorsorge clever integrieren
Der Kauf eines Eigenheims ist ein grosser Schritt, der die persönliche finanzielle Situation beeinflusst. Worauf sollten Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer bei der Vorsorge achten?

Ein Hauskauf bindet einen grossen Teil des Vermögens in einer Immobilie und schränkt somit die finanzielle Flexibilität ein. Deshalb ist eine sorgfältige Analyse der eigenen finanziellen Situation vor dem Kauf unverzichtbar. Es muss sichergestellt sein, dass nach dem Kauf noch ausreichend Mittel für die Altersvorsorge, für Notfälle wie Krankheit oder Arbeitslosigkeit sowie für notwendige Renovierungen zur Verfügung stehen. Ein individuell erstelltes Budget trägt dazu bei, die langfristige finanzielle Stabilität zu sichern. Zudem ist es wichtig, nicht nur den aktuellen Finanzstatus zu betrachten, sondern auch zukünftige Entwicklungen wie Familienzuwachs, mögliche Einkommensänderungen oder unerwartete Ausgaben frühzeitig einzukalkulieren.
Die dritte Säule dient in erster Linie der Altersvorsorge. Doch sie kann auch die Finanzierung und Absicherung von Wohneigentum unterstützen. Sie schafft zusätzliche Ersparnisse, die sowohl für Notfälle als auch zur Ergänzung der staatlichen und beruflichen Leistungen genutzt werden können. Zudem lässt sich das Vorsorgekapital für den Kauf und werterhaltende Renovierungen des Hauses verwenden. Die private Vorsorge dient aber nicht nur als finanzielle Absicherung, sondern bietet auch steuerliche Vorteile, die den Vermögensaufbau begünstigen und so die Finanzierung des Eigenheims langfristig erleichtern können. Gerade in Kombination mit der staatlichen und beruflichen Vorsorge bildet sie eine solide Grundlage für ein finanziell abgesichertes Wohneigentum.
Absicherung von Risiken und Tragbarkeit
Die Tragbarkeit einer Immobilie beschreibt die Fähigkeit, die finanziellen Belastungen durch Kreditzahlungen und Nebenkosten zu tragen. Dabei gilt die Faustregel, dass die kalkulatorischen Kosten (die üblicherweise mit einem fiktiven Zinssatz von 5 % berechnet werden), die Nebenkosten von etwa 1 % des Liegenschaftswerts sowie allfällige Amortisationen zusammen nicht mehr als ein Drittel der monatlichen Einnahmen betragen sollten. Um die Hypothek im Todesfall abzusichern, empfiehlt sich der Abschluss einer Risikolebensversicherung. Im Ernstfall zahlt diese eine Summe zur Tilgung der Hypothek aus, damit die Tragbarkeit auch danach gewährleistet werden kann. Ergänzend schützt eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung bei Krankheit oder Unfall vor finanziellen Lücken. Das Ziel besteht darin, in allen Lebenslagen – also auch im Alter, bei einer Invalidität oder beim Tod des Partners oder der Partnerin – die finanzielle Unabhängigkeit zu wahren. Zusätzlich ist es ratsam, die Versicherungen regelmässig zu überprüfen, um sicherzustellen, dass sie mit den aktuellen Immobilienwerten und Lebensumständen übereinstimmen.
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