Grosser Mythen – zum Greifen nah

Andrea und Kuno Herger haben das perfekte Grundstück in Rickenbach SZ gefunden. Mit Kobelthaus als Baupartner haben sie ein gemütliches Zuhause für sich, ihre drei Kinder und zwei Katzen geschaffen. Ausserdem haben sie den bezaubernden Garten mit Blick auf den Hausberg, den Lauerzer- und den Vierwaldstädtersee selbst entworfen.

Grosser Mythen – zum Greifen nah
Text Donika Gjeloshi | Fotos Tanya Hasler
Andrea und Kuno Herger haben das perfekte Grundstück in Rickenbach SZ gefunden. Mit Kobelthaus als Baupartner haben sie ein gemütliches Zuhause für sich, ihre drei Kinder und zwei Katzen geschaffen. Ausserdem haben sie den bezaubernden Garten mit Blick auf den Hausberg, den Lauerzer- und den Vierwaldstädtersee selbst entworfen.
Elegant erstreckt sich der lange, schmale Baukörper auf dem 505 m² grossen Eck-Grundstück. Die zum Quartierweg ausgerichtete und mit grossen Fenstern bestückte Südwestfassade scheint, von aussen betrachtet, wie von der umliegenden Natur eingerahmt. Die grünen Pflanzen im Garten bilden eine schützende Mauer vor neugierigen Blicken, und im Hintergrund thront majestätisch der Grosse Mythen.Ein eigenes Haus zu bauen war schon lange ein Wunsch von Andrea und Kuno Herger. Mehrere Jahre hielten sie Ausschau nach einem geeigneten Grundstück, auf dem sie ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen konnten. Nie schien es das Richtige zu sein. Dies änderte sich, als das neue Quartier Chappelweid in Rickenback SZ entstand und das Ehepaar sich auf die Warteliste für eine von 16 Parzellen setzen liessen. Beinahe hätten Andrea und Kuno die grosse Chance verpasst. «Man schien uns vergessen zu haben, denn die Vergabe der ausgeschriebenen Parzellen startete an der Eigenheimmesse Schwyz, und wir wurden nicht informiert, obwohl wir doch auf der Warteliste standen. Zu diesem Zeitpunkt waren wir zudem im Ausland», erzählt Andrea Herger. Eine Parzelle war übrig geblieben, die jedoch nicht die gewünschte Lage hatte. Wie es der Zufall wollte, zog ein Interessent seine Bewerbung zurück, und Andrea und Kuno hatten nun zwei Grundstücke zur Auswahl. Sie entschieden sich für die frei gewordene Eck-Parzelle. Innerhalb von einer Woche war der Vertrag unter Dach und Fach. «Es war eine spezielle Situation, die uns zu diesem Grundstück geführt hat. Und es war einmal mehr ein Beweis, dass wenn etwas gut und richtig ist, es seinen Lauf nehmen wird. Man muss nichts erzwingen», reflektiert die Bauherrin.

Grosse Gestaltungsfreiheit

Um nun das Projekt Hausbau zu starten, beschlossen Andrea und Kuno, mit Kobelthaus zusammenzuarbeiten. Verschiedene Faktoren bestärkten sie in ihrem Entschluss: Das Ehepaar schätzte die grosse Gestaltungsfreiheit, die Kobelthaus bietet, und die Möglichkeit, selbst die Unternehmerliste zusammenzustellen, wodurch Handwerker aus der Region berücksichtigt werden konnten. Schliesslich überzeugte sie auch die hochwertige Massivbauweise und die Kostensicherheit. Die Hausidee «Flydo» diente als Vorlage, wobei Kuno und Andrea die Raumpläne selbst gezeichnet und auch die Bäder, die Küche und die Materialisierung eigenständig geplant und ausgesucht haben. Als gelernter Hochbauzeichner verfügte Kuno über das nötige Fachwissen, während Andrea kreative Ideen bereithielt. «Wir hatten sehr klare Vorstellungen. Und über die Jahre habe ich auch viele Ideen aus Magazinen und auf unseren Reisen gesammelt, die ich nun aus dem «Archiv» zücken konnte».

Über die Schmalseite des Hauses gelangt man zum Eingangsbereich und den überdachten Parkplatz. Die Haustür von Familie Herger ist im Untergeschoss, während eine Aussentreppe eine Etage höher zum Eingang der Einliegerwohnung führt, die derzeit vermietet wird. Die spezielle Form des Grundstücks an Hanglage erforderte kreative Lösungen. Dadurch, dass es auf der Schmalseite des Hauses Platz für die Autos brauchte, fällt das Entrée relativ klein aus. Vom Schreiner gefertigte Einbauschränke schaffen viel Stauraum für die Garderobe. Und nicht nur das Design der Schränke mit schmalen Querbalken, sondern auch das Gäste-WC strahlt mit seiner dunkelroten Wandfarbe, der Dekoration und dem gedämpften Licht ein exotisches Flair aus, das von den Reisen in den fernen Osten inspiriert ist. Neben dem WC führt eine Tür weiter in einen langen Korridor, der die Keller- und Technikräume erschliesst und zu einem Meditationsraum führt, wo auch ein Büro untergebracht ist. Links von der Haustür geht es über die Treppe hoch zum lichtdurchfluteten Wohngeschoss. Die Küche, der Essbereich und die Sofalandschaft teilen sich den offenen Raum, der sich durch die Fensterfront zum Garten erweitert. Der drei Meter lange Esstisch mit Sitzbänken, gefertigt aus dem gleichen Eichenholz wie der Boden, bietet ausreichend Platz für die grosse Familie und ihre Gäste. Warme Erdtöne bestimmen das Interieur und schaffen mit der weissen, grifflosen Küche einen harmonischen und zeitlosen Gesamteindruck.

Eine Etage höher sind die Privaträume der Familie: Der Elternbereich mit grossem Bad und Ankleide sowie drei Jugendzimmer und ein Bad, das sich die drei Geschwister teilen. Ein langes Fenster über der Treppe bringt Licht in den Korridor und öffnet den Blick auf den Lauerzersee. Jedes Zimmer profitiert von einem schönen Ausblick und ist geschmackvoll eingerichtet, wobei die sorgfältig ausgesuchten Wandfarben eine gemütliche Atmosphäre schaffen. Man spürt, dass hier mit viel Liebe geplant, gebaut und eingerichtet wurde. Doch der Hausbau war auch eine herausfordernde Zeit für die Bauherren. «Es gab Momente, wo wir gerne aufgegeben hätten. Aber wir haben durchgehalten, auch dank der Unterstützung des Teams von Kobelthaus. Das hat sich gelohnt, denn unser Haus ist genau so geworden, wie wir es uns gewünscht haben», sagt Andrea.

Romantischer Garten

Nicht nur in die Hausplanung haben Andrea und Kuno Herger viel Herzblut gesteckt, sondern auch in ihren Garten, der jeweils im Sommer zum Lebensmittelpunkt der Familie wird. Von den Ausstellungen an der «Giardina» inspiriert, entwickelten sie eigene Ideen und erstellten ohne Landschaftsarchitekten ein Konzept. Immergrüne Pflanzen bilden einen Sichtschutz zur Strassenseite hin und verschmelzen auf der gegenüberliegenden Seite nahezu mit den noch grünen Baumkronen des angrenzenden Waldes. Kupferfarbene Stahlelemente und blühende Seerosen setzen farbige Akzente, wobei das Plätschern des Wassers erholsam stimmt. «Wir haben den Garten in der Ecke etwas aufgeschüttet, damit man einen noch besseren Ausblick auf den See hat und noch mehr von der Strasse abgegrenzt ist», erklärt Andrea Herger. Hier haben sie eine Lounge und eine Feuerstelle platziert. Die Lounge ist nicht etwa mit Blick auf den Vierwaldstädtersee gerichtet, sondern auf den Grossen Mythen, der sich schützend über das ganze Quartier erhebt und Ruhe und Geborgenheit ausstrahlt.

Auf den liebevoll gestalteten Garten wurden Andrea und Kuno oft angesprochen. Eine Nachbarsfamilie hat sogar ihren Garten vom talentierten Ehepaar gestalten lassen. Aufgrund weiterer Anfragen wagt Andrea nun den Schritt in die Selbstständigkeit und macht ihre Passion für Gartengestaltung und Inneneinrichtung zum Beruf.

«Mit der Gartengestaltung haben wir eine neue Leidenschaft für uns entdeckt.»Andrea Herger, Bauherrin

TECHNISCHE ANGABEN

Grosser Mythen – zum Greifen nah
Obergeschoss
Grosser Mythen – zum Greifen nah
Erdgeschoss
Grosser Mythen – zum Greifen nah
Untergeschoss

[ ARCHITEKTUR ]

Kobelthaus, Kobelt AG | kobelthaus.ch| Gartengestaltung: Andrea Herger, room5, room5.ch

[ KONSTRUKTION ]

Massivbauweise in Beton und Mauerwerk | Flachdach | Wände: Aussendämmung (Minergie-Standard) | Fassade: Verputz eingefärbt mit Schutzanstrich

[ Raumangebot ]

Nettowohnfläche: 230 m² | Anzahl Zimmer: 5,5 (EFH) und 1,5 (Einlieger-Wohnung)

[ Ausbau ]

Boden: Eichenparkett, Platten in den Badezimmern | Wandbeläge: Abrieb, Platten in den Badezimmern | Kunststoff-Aluminium-Fenster, 3-fach-Verglasung (Minergie-Standard)

[ Technik ]

Luft-Wasser-Wärmepumpe, Bodenheizung | Komfortlüftungsanlage

Grosser Mythen – zum Greifen nah
Der moderne Bau wird von immergrünen Sträuchern gerahmt, hinter denen sich eine romantische Garten-Oase mit Blick auf den Hausberg verbirgt.Das Haus ist in den Hang eingebettet. Das untere Fenster auf dieser Seite gehört zur Einliegerwohnung, während das obere Fenster zum Elternbad zählt.
Grosser Mythen – zum Greifen nah
Über die Schmalseite gelangt man zum Eingangsbereich und dem überdachten Parkplatz.
Grosser Mythen – zum Greifen nah
Andrea und Kuno Herger haben viel Herzblut in den Hausbau gesteckt. Die Küche haben sie mit der Schreinerei Lindauer geplant und mit Geräten von Miele, Bora und Quooker ausgestattet.
Grosser Mythen – zum Greifen nah
Ein warmer Parkettboden zieht sich durch alle Etagen. Der drei Meter lange Esstisch ist aus dem gleichen Holz gefertigt und sorgt für ein harmonisches Gesamtbild.
Grosser Mythen – zum Greifen nah
Links vom Eingang führt die Treppe hoch zum offen gestalteten Wohnraum mit Küche, Essbereich und Sofalandschaft.
Grosser Mythen – zum Greifen nah
Sanfte Erdtöne prägen das Interieur, so auch die Sofalandschaft. Die Bauherren setzten bei der Einrichtung auf hochwertiges und zeitloses Design .
Grosser Mythen – zum Greifen nah
Ausgewählte Wandfarben der Marke Farrow & Ball geben den Kinderzimmern, aber auch den Badezimmern Atmosphäre. Für das Gäste-WC wählte das Paar ein mutiges Rot.
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Ausgewählte Wandfarben der Marke Farrow & Ball geben den Kinderzimmern, aber auch den Badezimmern Atmosphäre. Für das Gäste-WC wählte das Paar ein mutiges Rot.
Grosser Mythen – zum Greifen nah
Eine lauschige Ecke lässt im Elternbad Wohnlichkeit einziehen. Und wer sich ein entspannendes Bad gönnen will, geniesst von der Wanne aus den Blick auf den Grossen Mythen.
Grosser Mythen – zum Greifen nah
Klar darf das Mädchenzimmer Rosa sein, der pudrige Farbton ist dabei nicht aufdringlich und bringt die weissen Möbel schön zur Geltung.
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Im praktisch eingerichteten Kinderbad geben neutrale Farben den Ton an.
Grosser Mythen – zum Greifen nah
Die Ankleide verbindet das Elternbad mit dem Schlafzimmer. Die Einbauschränke sind vom Schreiner massgefertigt und verleihen dem Raum ein asiatisches Flair.
Grosser Mythen – zum Greifen nah
Für die massgefertigte Wanne wählte das Paar pflegeleichtes und robustes Corian, das auch der Haut schmeichelt.
Grosser Mythen – zum Greifen nah
Grosser Mythen – zum Greifen nah
Zwischen den beiden Wasserelementen führen wenige Stufen zur Lounge.
Grosser Mythen – zum Greifen nah
Die Ecke neben der Lounge beherbergt nebst dekorativen Nischen auch eine Feuerstelle zum Grillieren.
Grosser Mythen – zum Greifen nah
Bei der Möblierung setzten die Bauherren auf hochwertige Produkte.
Grosser Mythen – zum Greifen nah
Die zwei Schwesterkatzen lieben den Garten. Hier machen Sie es sich gerne gemütlich.
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Untergeschoss
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Erdgeschoss
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Obergeschoss
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